Welche Rolle spielen Farben bei der Partnerwahl im Tierreich?



Prof. Dr. Klaudia Witte



Donnerstag 25.09.
14.30 - 15.00 Uhr

in Hörsaal Orange


Abstract

Die Partnerwahl ist einer der bedeutendsten Faktoren der Evolution. Durch die Wahl des Paarungspartners bestimmt ein Individuum seinen eigenen Fortpflanzungserfolg. Im Tierreich sind es häufig die Weibchen, die einen Partner wählen, da die Weibchen oft mehr Ressourcen und Energie in den Nachwuchs investieren als die Männchen. Die Partnerwahl der Weibchen ist oft genetisch determiniert, allerdings können auch ökologische und soziale Faktoren die Partnerwahl beeinflussen und verändern. Weibchen nutzen verschiedene Sinneswahrnehmungen, um die Attraktivität und/oder Qualität eines Männchens abzuschätzen und es zum Partner zu wählen oder abzulehnen. Neben dem Geruch, dem Gesang und Balzbewegungen sind es oft Farben, mit denen die Männchen versuchen die Weibchen zu beeindrucken. Der Vortag gibt einen Überblick darüber, wie, warum und welche farbigen Körperpartien bei der Partnerwahl im Tierreich eine Rolle spielen.

Zur Programmübersicht

Vita

  Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät Universität Siegen seit Sept. 2010 Leitung der Abteilung Biologie und ihre Didaktik seit Oktober 2006 W2-Professur für Ökologie und Verhaltensbiologie März - Juni 2006 Gastprofessur am Department of Biological Sciences, University of Quebec a Montreal (UQAM), Kanada seit März 1998 Arbeitsgruppenleiterin (gefördert durch die DFG) am Lehrstuhl für Ver-haltensforschung der Universität Bielefeld, Lehre im Grund- und Haupt-studium in Verhaltensbiologie, Zoologie, Evolutionsbiologie, Verhal-tensökologie, Statistik   Promotion  Juli ´90 - Juni ´95 Promotion zum Thema „Zur Evolution männlicher Schmuckmerkmale durch intersexuelle Selektion beim Java-Bronzemännchen Lonchura leucogastroides“, betreut von Herrn Prof. E. Curio, Arbeitsgruppe für Verhaltensforschung, Ruhr-Universität Bochum Postdoktorat  Jan ´96 - März ´98 DFG-Stipendiatin am Department of Integrative Biology, University of Texas in Austin (Prof. Dr. Ryan), Forschungsschwerpunkte: Sexuelle Kommunikation beim Grillenfrosch Acris crepitans blanchardi, Funktion und Mechanismus des Kopierens bei der weiblichen Partnerwahl beim Breitflossenkärpfling Poecilia latipinna (Forschungsstipendium der DFG: Wi 1531/1) Habilitation  März ´98 - Juni ´01 Habilitandin am Lehrstuhl für Verhaltensforschung der Universität Bie-lefeld (Prof. Trillmich), Forschungsschwerpunkt: Proximate und ultima-te Faktoren der intersexuellen Selektion (Habilitandenstipendium der DFG: Wi 1531/2) Lehre im Grund- und Hauptstudium in Verhaltensbio-logie, Zoologie, Evolutionsbiologie, Verhaltensökologie, Statistik Juni 2001 Habilitationsschrift „Einfluss von Sozialfaktoren und Umwelt auf die in-tersexuelle Selektion“, Lehrbefugnis für Zoologie, Forschungsvortrag: „Kuckuck und Kuhstärling – zwei Wege zum interspezifischen Brutpa-rasitismus”, didaktischer