Was hätte Newton auf Goethes Experimente antworten müssen? Ein spektrales Varieté



Prof. Dr. Olaf Müller



Freitag 26.09.
9.15 - 10.15 Uhr

in Hörsaal Rot


Vita

Olaf Müller studierte Mathematik, Philosophie, VWL und Informatik in Göttingen; Promotion dort mit einer sprachphilosophischen Arbeit (1996). Nach Forschungsaufenthalten in Krakau und Harvard habilitierte er sich im Jahr 2001 mit einem philosophische Ein Beweis gegen die Matrix, also gegen Täuschung durch permanente Computersimulation (Wirklichkeit ohne Illusionen, 2 Bände, Mentis-Verlag 2003). Seit 2003 hat er einen Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Neben seiner Arbeit als Wissenschaftsphilosoph veröffentlichte er metaphysische Aufsätze (u.a. zum Weiterleben nach dem Tod) und moralphilosophische Aufsätze (u.a. zum Klimawandel und über humanitäre Interventionen), aber auch eine Untersuchung über die Himmelsfarben auf Holzschnitten von Hokusai und Hiroshige. Im Frühjahr 2015 erscheint im Fischer-Verlag sein neues Buch  Newtons Spektrum und Goethes Theorem: Farbe, Licht, Finsternis. Dort legt er Newtons und Goethes optische Experimente unter die Lupe und fragt, was geschehen wäre, wenn die beiden wissenschaftlich miteinander kooperiert hätten. Vielleicht (so die Vermutung) hätten wir dann heute eine andere Physik? Erste Überlegungen aus diesem Forschungsprojekt liegen bereits vor ("Goethes philosophisches Unbehagen beim Blick durchs Prisma", in Farben, Suhrkamp 2007 und zusammen mit dem Physiker M. Rang: "Newton in  Grönland", philosophia naturalis 2009).