Themenausstellung



Schwarz Rot Gold im Kontext der Malerei



Galerie Schüppenhauer

Malerische Konzeption



Info

Mary Bauermeister wurde am 7. September 1934 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte 1954-55 an der Hochschule für Gestaltung in Ulm bei Max Bill und von 1955-56 an der Staatlichen Schule für Kunst und Gestaltung in Saarbrücken bei Prof. Otto Steinert.

Seit als 1957 tätige freie Künstlerin gründete sie 1960 das „Atelier Bauermeister“ in Köln.

Dort organisierte sie Konzerte neuer Musik, Lesungen und Ausstellungen, die das Bild der avantgardistischen, intermedialen Kunststadt maßgeblich prägten. Das Atelier war ein Dreh- und Angelpunkt für gleichgesinnte junge Kreative aller künstlerischen Richtungen, darunter Theodor W. Adorno, George Brecht, Sylvano Busotti, John Cage, Cornelius Cardew, Christo, Hans G Helms, Nam June Paik, Ben Patterson, David Tudor und viele andere, die dort ihre Visionen verwirklichen konnten. In der Konstellation dieser Zeit entstand eine der Brutstätten der späteren Fluxus- Bewegung. 1961 belegte Bauermeister den Kompositionskurs von Karlheinz Stockhausen* bei den Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt, wo sie ihre „Malerische Konzeption“ entwickelte. Aus dieser ersten Zusammenarbeit entwickelte sich eine Beziehung, die beide künstlerischen Persönlichkeiten stark beeinflusste.

Im Juni 1962 fand ihre erste Einzelausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam statt, die ihre internationale Karriere wegweisend begründete. Kurz darauf beendete sie ihre Aktivitäten im Atelier in der Kölner Lintgasse und ging mit Stockhausen nach Amerika. 1963 fand ihre erste Einzelausstellung in der Bonino Gallery in New York statt, die Mary Bauermeister lange in den USA vertrat. Marcel Duchamp vermittelte sie 1972 an die Galeria Arturo Schwarz in Mailand, in der sie noch im selben Jahr ausstellte. Auf dem Höhepunkt ihrer amerikanischen Karriere verließ Bauermeister 1972 New York um sich in Rösrath bei Köln niederzulassen. Von hier organisierte sie ihre internationalen Ausstellungen und beschäftigte sich mit Grenzwissenschaften, die sie in ihre vielfältigen Gartengestaltungs- und Kunstprojekte einfließen ließ. Bauermeister wird von internationalen Galerien vertreten, neben den oben genannten z.B. von der Staempfli Gallery, New York, Arturo Schwarz, Mailand, der Galerie Schüppenhauer, Köln und seit 2013 von der Galerie 401contemporary, Berlin.

Ihre Werke befinden sich in zahlreichen Museen, darunter Museum of Modern Art (New York), Guggenheim Museum (New York), Whitney Museum (New York), Los Angeles County Museum und Museum of Contemporary Art (Los Angeles), das Musée de l’ art moderne (Paris), Museum Ludwig, Köln, Kölner Stadt Museum, Staatsgalerie Stuttgart, Staatliches Museum Schwerin, Wilhelm-Hack-Museum (Ludwigshafen) und museum FLUXUS+ (Potsdam).