Kontradiktion Komplementar Farbe



Dr. Dagmar Wohler



Donnerstag 25.09.
12.00 – 13.00 UHR &
14.30 – 15.30 UHR

Workshopraum Magenta


Abstract

Farben haben einen Bezug zu unserem Gefühlsleben, deshalb sind sie in der Lage uns bewusst oder unbewusst mit ihren Eergiefeldern in Kontakt zu bringen. So kann ein Rot feurig, vital und energiegeladen oder erotisch erscheinen, sich aggressiv oder angriffslustig gebärden, während eine andere Farbe z.B. das Grün eine harmonisierende, ruhige Ausstrahlung mit sich bringt.

Der Worksshop widmet sich dem Thema der Komple­mentärfarben. Ein Komplementär-Kontrast beschreibt die Wirkung zweier Farben, welche im Farbton die größte Verschiedenheit haben. Sie erzeugen im Farbenkreis, als sich gegnüberliegende Farben, eine Gegensatzspannung. Nach C. G. Jung ist die Struktur der Psyche „kontra­diktorisch“ und „kontrapunktisch angelegt, d.h. dass individuelle Vorlieben für Farben und Farbkombinationen ebenfalls Aufschluss über den jeweiligen Zustand zwischen bewussten, also dem Bewusstsein zugänglichen und unbewussten, dem Bewusstsein nicht zugänglichen Inhalten geben können.

Während des Workshops werden die Teilnehmer über eine geführte Imaginationsanleitung in kontrastierende Farbvisualisierungen eingeführt. Diese werden auf ihre spezifischen kontradiktischen Inhalte untersucht und in einem sich anschließenden Malprozess mit Farben, einer ästhetischen Harmonie zugeführt, im Sinne der Herstel­lung eines psychischen Gleichgewichts.

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Vita

Dr. Dagmar Wohler ist Professorin und Dozentin im Masterstudiengang Kunsttherapie an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Seit 2014 übt sie ihre Professur für Kunst in therapeutischen Arbeitsfeldern, im Fachbereich künstlerische Therapien, Master Kunsttherapieaus. 2012 promovierte Wohler im Fach Kunsttherapie an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln, Lehrstuhl für Heilpädagogische Kunsttherapie Prof. Dr. B. Wichelhaus. Ihr Thema ist: „Die Wirkung von Kunsttherapie bei Störungen des Sozialverhaltens unter besonderer Berücksichtigung des ADHS Syndroms“. Von 1979 – 1982 studierte Wohler Kunst an der Kunstakademie Ecole de Beaux Arts, Aix en Provence, Frankreich. Von 2009 – 2013 machte Wohler ein jährlich stattfindendes dreiwöchiges Interdisziplinäres Projekt „senseLAB“ in Kollaboration mit Prof Sunder-­-Plassmann, Prof. Fernandez. DAAD geförderter akademischer Austausch mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten Kunsttherapieprojekte am Nationalen Institut für Onkologie und Radiobiologie (INOR, Instituto National de Oncologia y Radiobiologia). Dr. Dagmar Wohler führt regelmäßige Ausstellungsorganisation und Konzeptionen in Einzel-und Gruppenausstellungen durch.