Kalligrafie und Farbe



Joachim Propfe

Joachim Propfe



Donnerstag 25.09.
16.00 - 17.00 Uhr &
Freitag 26.09.
11.00 - 12.00 Uhr

Workshopraum Magenta


Abstract

Bunt ist nicht gleich farbig und farbig ist nicht gleich zu bunt. Vielfach folgen kreative Menschen bei der Farbe ihrem Gefühl. Die gestalterischen Möglichkeiten der Farbe lassen sich noch wirkungsvoller einsetzen, wenn das Gefühl mit Wissen kombiniert wird. Denn die Farbe folgt eigenen Regeln, die teils paradox erscheinen. In diesem Workshop werden wir uns mit der Farbe in Bezug auf ihre Anwendung und Wirkung speziell in der Kalligrafie und Schriftgestaltung beschäftigen. Hierzu gehört das Ausloten der Interaktion zwischen Farbe und Form, auch in Bezug auf Flächengrößen, der spezifische Charakteristika und Eigenschaften der einzelnen Farben für Schriften sowie der für die Wahrnehmung von Schriften besonders wichtigen, jedoch häufig unterschätzen Wirkung von Kontrasten.

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Vita

Joachim Propfe studierte Farbdesign an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden (heute Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst). Dort entdeckte er durch Professor Gottfried Pott seine Liebe zur Kalligrafie. Seit dem Abschluss seines Studiums 1994 arbeitet er freiberuflich als Farb-Designer und Schriftkünstler für private und institutionelle Auftraggeber (u.a. Mast Jägermeister SE Wolfenbüttel, Beiersdorf AG Hamburg, Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig, Volkswagen Autostadt Wolfsburg, Bistum Münster, Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig) in ganz Deutschland. Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben der Entwicklung von Farbkonzepten für Außen- und Innenarchitektur die Wandgestaltung mit den Mitteln der Kalligrafie sowie die freie Auseinandersetzung mit den künstlerischen Möglichkeiten dieses Mediums. Außerdem leitet er Seminare zu den Themen Kalligrafie, Farb- und Raumgestaltung. Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht (u. a. Schöner Wohnen, Letter Arts Review) und in zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Braunschweig, St. Petersburg, Moskau) gezeigt. Seit 2009 ist er mit einem Werk in der „Berliner Sammlung Kalligrafie“ in der Akademie der Künste, Berlin vertreten.