Farberkennung und Analyse der stehenden Welle



Robert Bläsche



Donnerstag 25.09.
13.30 - 14.30 Uhr

Farbe als Akteur und Speicher


Abstract

Zweck: Übersicht über die Anwendung von nicht-linearer Optik und Quantenphänomenen im Bereich der Mikroskopie und mögliche Analogien zur Arbeitsweise der Photorezeptoren in der Retina

Methode: Darstellung der nicht-linearen optische Phänomene, die heute in der Mikroskopie angewendet werden wie z. B.: „Evanescent tunneling photons“ die als tunnelnde „Pilotwellen“ um die klassischen Photonen trotz Totalreflexionsmodus zu detektieren sind und über Fluoreszenzanregung detektierbar sind (TIRF = total internal reflection – microscopy). Darüber hinaus bedienen sich heute viele Nahfeld – optischen Geräte dieser Phänomene.
Im Hinblick auf die Verhältnisse bei Photorezeptoren werden heute neuere Lichtleit – Phänomene gezeigt, wie z.B. die Weiterleitung des Lichtes über die Müller Zellen, die die Netzhaut von der innersten Schicht bis in die Mitte der außen liegenden Photorezeptoren begleiten.
Auch der Photorezeptor selbst besitzt Lichtleitereigenschaften, wobei sogar gezeigt werden konnte, dass der Kern dieser Zellen das Licht auf die Außenglieder mit den lichtempfindlichen Pigmenten in den Disci fokussieren kann – möglicherweise können so auch stehende Wellen mit Interferenz generiert werden.

Ergebnisse: Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Licht-und speziell die Farbwahrnehmung durch diese Phänomene mit beeinflusst werden können.
Folgerungen: Die Methoden und Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist die Paradigmen der Licht- und Farbwahrnehmung durch das Auge und die nachfolgenden Strukturen jeweils neu zu überprüfen – insbesondere vor dem Hintergrund der umfassenden Umwälzungen, die heute in der Modernen Physik geschehen. Dabei ist auch zu bedenken, dass z.B. die oben erwähnten Quantenphänomene erst jetzt langsam in die Biologie integriert werden, obwohl diese Erscheinungen in der Physik schon vor über 100 Jahren erkannt wurden.

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Vita

Geboren am 05.08.1980 in Berlin, 2000 Abitur am Carl von Ossietzky Gymnasium, Berlin-Pankow, 2005 Bachelorabschluss (B.Sc.) in Molekularer Biotechnologie an der TU Dresden, 2005 Forschungsaufenthalt am University of Texas Health Science Center at Tylor (Texas, USA), 2008 Abschluss als Diplom Biologe an der TU Dresden, seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anatomie der Med. Fakultät der TU Dresden, ab 2010 Promotion am Institut für Anatomie der Med. Fakultät der TU Dresden